Der Tag ist nur ein Leichentuch aus Licht,
das kalt und fremd auf meine Glieder fällt.
Ich bin der Gast, dem man das Brot verstellt,
die Seele, die an ihrer Last zerbricht.
In meiner Brust das Herz ist bloß Gewicht,
ein dunkler Kern, der keine Wärme hält.
Ich bin ein Echo in der hohlen Welt, ein
Wort, das niemand mehr im Dunkeln spricht.
Wie Frost zieht sich das Schweigen durch
das Blut, die Hoffnung ist im schwarzen
Strom ertrunken, und jede Hoffnung löscht
die letzte Glut, die schimmert wie Blut
Ich bin schon längst in mir selbst ein-
gesunken, ein Schattenheer, das in
der Tiefe ruht, vom Funkenflug des
Lebens, sich hat losgeklungen.

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