1 Minute

Das leere Echo einer Liebe

Ich baute Kathedralen auf sein Schweigen,
aus jedem Opfer wob ich helles Licht.
Ich wollte ihm den Weg zur Güte zeigen,
doch hinter seiner Maske war kein Gesicht.

Ich glaubte fest, dass Gott die Tränen zählt,
dass Schmerz am Ende stets Gerechtigkeit
gebiert. Ich habe für ein Herz, das fehlt, ge-
wählt, und mich in einem fremden Eis verirrt.

Nun bricht die Wahrheit wie ein kalter Stahl:
Man heilt keine Seele, die nicht heilen will.
Die Liebe war mein Sieg und meine Qual,
doch seine Welt blieb leer und grausam still.

Es war kein Kampf, den ich gewinnen konnte,
denn wer nicht ist, der kann auch zu niemand
gehören. Ich stehe nun an meiner eigenen Front
und lass’ die Hoffnung auf den Trug zerstören.

Nicht er war groß, mein Glaube war die Macht,
die ihm ein Leuchten lieh, das er nie besaß. Ich
geh’ jetzt leise aus der langen Nacht, weil ich
im Geben mich fast selbst vollständig vergaß.

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

Dana Stella Schuhr

💜

Ich liebe es in jeglicher Form
kreativ zu sein …
Mein Motto ist: einfach mal machen!


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