Seelenwelten von Dana Stella Schuhr


Kategorie: Gedichte

  • Tränen bitter

    Tränenbitter Ein goldner Tag am stillen See, wir saßen selig im Gras. Dort fraß ein Reh vom jungen Klee, bis es die Welt um sich vergaß. Dein Lachen fing das Dämmerlicht, trieb sanft die Abendstund’ davon. An jenem Ort der Zuversicht gab es für Schmerz noch keinen Ton. Ich seufze kurz, und stell es fort,…

  • Große Verhältnisse Fragt man mich heute nach der Herkunft, nach Elternhaus und Kindertagen, so sag ich: „Aus großen Verhältnissen!“ und beginne, das Elend vorzutragen. Man sah es uns von außen nicht an, die Schuhe blank, die Weste rein. Wir hielten fest an einem Plan: Ein lügenhafter Sonnenschein. Doch Alkohol, man weiß es bitter, ist Gift,…

  • Das leere Herz

    Das leere Herz Wohin mit all dem Schmerz, der mich zerreißt? Reiß dich aus meinem Herzen, Stück für Stück, denn was hart blieb, das kehrt nicht mehr zu- rück, auch wenn mein Geist die Trennung noch… nicht gut heißt. Es klafft ein Spalt, wo einst die Liebe war, ich lass es gehen, such einen neuen…

  • Das Echo der Angst Zu feige zum Lieben und doch mitten drin, du stürzt dich in Herzen mit flüchtigem Sinn. Du willst der Beste, der Einzige sein, doch lässt mich im Winter der Seele allein. Ich möchte dich verstehen, mein Herz ist so schwer, es bricht an den Wochen, ich kann kaum noch mehr. Du…

  • Was Liebe ist

    Was Liebe ist Was ist Liebe? wird man fragen, wenn die Welt im Lärm verstummt. Was uns Lied und Verse sagen, bleibt oft fern und unbestimmt. Liebe füllt die halben Seiten, eines Dudens Wörterpracht. Sucht das Gute, will begleiten, heller Stern in tiefer Nacht. Sie ist Herzstück und Beginn, Fazit jeder Lebensreise. Schafft Erwartung einen…

  • Das feste Band

    Das feste Band Die Liebe ist kein flüchtig Glück, sie schaut nicht zweifelnd mehr zurück. Sie ist kein Spiel aus bloßer Lust, sie ist die Wahl – ganz tief, bewusst. Denn Echtheit zeigt sich erst im Sturm, sie steht im Fels wie ein Reifenturm. Man lässt sich keine Türen mehr, das Herz braucht kein „Vielleicht“…

  • In liebevollem Gedenken an eine wahre Liebe Es war nicht nur die Zeit, die sie verband, sondern die Entscheidung, jeden Schritt gemeinsam zu gehen. Fünfundfünfzig Jahre lang teilten sie das Brot, die Sorgen und die unzähligen kleinen Glücksmomente, die ein Leben groß machen. An jenem Abend am Grab lehrte uns unsere Mutter die höchste Form…

  • Facetten der Liebe

    Facetten der Liebe Mein Hafen bist du, Anker in der Nacht, das weite Meer, auf dem mein Segel gleitet. Du bist die Welt, die mir den Frieden bringt, und mich durch jeden Sturm ins Off’ne leitet. Du bist der Puls in stiller Gelassenheit, ein sanfter Wille, der den Streit bezwingt. In dir wird Sehnsucht zur…

  • Mut zum Neuanfang

    Mut zum Neuanfang Nicht nur aus goldnen Sonnentagen, erblüht des Lebens wahres Glück. Du musst den Sturm im Innern wagen, lass alle Zweifel jetzt zurück! Wenn alte Welten um dich fallen und Staub die Sicht zum Morgen trübt, lass deinen Ruf nach vorn erschallen, weil nur der Sieg dem Mutigen blüht. Brich auf das Eis,…

  • Ein Hauch von Chanel Nummer 5 Ein Hauch von Chanel Nummer 5, kaum greifbar, leise und sacht, hat in der kühlen Abendluft Erinnerungen wach gemacht. Seit Stella sechzehn Jahre war, begleitet sie dieser Schein, was damals ihre Sehnsucht war, soll heut’ ihr Anker sein. Geflügelt steigen sie empor, ein Schweben durch die Zeit, der Duft…

  • Der Wächter der Träume Ich pflegte einst so viele Träume, wollt’ einfach nur glücklich sein. Ich glaubte fest an Amors Räume, doch nun blieb ich zurück – allein. Wie Windhauch in den hohen Bäumen, wie warmer, heller Sonnenschein, wie Sterne, die im Dunkeln säumen, beim sanften, weißen Mondenschein. Die Erde zieht noch ihre Kreise, die…

  • Dina- für immer im Herzen Wenn Menschen gehen, die Welt dich meidet, wenn Herz und Seele Einsamkeit erleidet, bleibt einer doch an deiner Seite stehn –bereit, mit dir durch jeden Sturm zu gehen. Kein hartes Wort kann dieses Band jemals zerstören, er will nur deinem Herzschlag treu gehören. In seinen Augen spiegelt sich das Licht,…

  • Menschlichkeit

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    Menschlichkeit Es gibt Momente, grau und schwer, da sucht das Herz nach tief’rem Sinn. Zählt heute nur noch das „Wie sehr“ – wo blieb das echte „Wer ich bin“? Wenn Macht und Glanz die Sicht verstellen und Gier den freien Blick verbiegt, vergessen wir an dunklen Schwellen, was jenseits aller Zahlen… liegt. Doch Menschsein heißt:…

  • Der Spiegel der Sterne Du stehst und spürst die Ruhe vor dem Sturm, im Glauben, dass dir tiefes Wissen eigen. Du blickst herab von deinem höchsten Turm, siehst fern das Ziel in nebelgrauen Zweigen. Vielleicht bist du schon schwindel hoch gestiegen, um deiner Wahrheit endlich nah zu sein. Doch statt den Gipfel triumphierend zu besiegen,…

  • Der Kreis der Zeit Wir saßen am Rand, am staubigen Weg, jeder starrte ins eigene Sein. Doch eh das Schweigen ein Wort sich erlegt’, ließ fremder Schmerz den eignen allein. Kein Prinz auf dem Schimmel, kein strahlendes Licht, keine Königin fern in der Nacht. Doch den unberührten Himmel – siehst du ihn nicht? – den…

  • Mein Seelenlicht für dich In deinen Armen will ich ruhen, dein Leid noch einmal mit dir teilen. In deinen Augen Frieden finden, bevor die Schatten mich ereilen. Spür deinen Puls an meiner Hand, der Wärme schenkt und Halt verspricht. Ich geh voraus, doch lass ich dir mein Lachen und mein Seelenlicht. Sei mutig nun, geh…

  • Der leere Weg

    Der leere Weg Die Träume sind schon lang ermattet, die Hoffnung blieb im Licht-Schatten. Die Worte sind nun alle gesagt, kein Schwur hat diesen Herbst gewagt. Die Kinder sind nun aus dem Haus, die Sehnsucht treibt uns weit hinaus. Du willst bauen, willst noch Morgen, ich hab im Gestern mich verborgen. In alten Zeiten fest…

  • Die Festung

    Die Festung Du nennst es Liebe? Ich nenn es Raub. Dein Wunsch nach Besitz macht dich taub. Ich soll nur Echo deines Willens sein, doch dieses Herz gehört mir allein. Ich führe die Klinge mit ruhiger Hand, zerschneide das letzte, das giftige Band. Das Blut, es fließt warm und schwer, doch ich spüre den Schmerz……

  • Der Kreisgang

    Der Kreisgang Ich springe, auf und wieder ab, auf und wieder ab, lande immer wieder auf demselben Platz, verliere immer wieder den Verstand. er schaut mich an, dieser eine Mann, während er weiß, dass ich seinem Blick einfach nicht widerstehen kann, wirft mich zurück in das Loch… mein Herz pocht, obwohl ich in dem nächsten…

  • Der letzte Brückenschlag Allein bei dir. Du hörst mich nicht, hast mein Empfinden klein gemacht. Ich bin für dich kein eignes Licht, nur Schattenwurf in deiner Nacht. Ich bin dein Kind, ich schrei nach dir, doch du nimmst mich garnicht wahr. Ich stehe so fremd vor deiner Tür, und biet’ dir doch mein Innerstes dar.…