Das Ganze Der Sturm verstummt. Die Flut verebbt. Was tief gebrummt, ist nun belebt. Kein Kampf um Macht. Kein Zwang zum Halt. In stiller Nacht- wird Neues alt. Ich blicke rück. Ich seh den Schmerz. Das falsche Glück. Das eigne Herz. Der Freund, der stach. Die Angst, die fraß. Das Haus, das brach. Der Hass,…
Der Boden Kein fester Griff. Kein starrer Wall. Kein scharfes Riff. Kein tiefer Fall. Die Angst lässt los. Die Hand wird weit. Der Schoß ist groß. Die Seele frei’t. Ich sinke tief. Ich schwebe leicht. Was früher rief, ist nun erweicht. Das Sein genügt. Der Atem fließt. Was sich nun fügt, das Herz genießt. Kein…
Die Kette Ein kurzer Blick. Ein liebes Wort. Doch im Genick schleicht es fort. Was ich nun hab, will ich nicht geben. Das offene Grab im eig’nen Leben. Halt fest den Griff. Lass niemals los. Das Herz am Riff. Die Angst zu groß. Ein Schritt zu weit. Ein Tag zu still. Die Einsamkeit, die niemand…
Der Wall Kein Flehen mehr. Kein Blick zurück. Das Herz nicht leer, doch Stück für Stück wächst Stein auf Stein. Ein fester Bau. Ich bin allein, doch weiß genau: Was mich zerbrach, gibt mir nun Kraft. Kein Weh, kein Ach, was Leiden schafft. Ich zieh die Grenze. Ich setz den Fuß. Keine Präsenze. Kein falscher…