Du und ich: ist ein tief berührendes Gedicht, das mit starken Gegensätzen spielt. Die Metaphern von Weite und Geborgenheit (Sterne/Zelt), Natur (Baum/Blatt) und Licht (Sonne/Licht) zeichnen das Bild einer fast schmerzhaft engen Verbundenheit.

Besonders die Wendung in der letzten Strophe – der Übergang von Licht und Wonne hin zu Abschied, Moll und dem Zerbrechen – verleiht dem Text eine melancholische Schwere. Es beschreibt eine Liebe, in der sich das „Ich“ fast vollständig im „Du“ verliert oder auflöst.

Das Postskriptum fängt diese Melancholie jedoch wieder auf und verwandelt sie in eine zeitlose Hoffnung:

  • „Ein Leben lang“ – Beständigkeit trotz des Zerbrechens.
  • „Irgendwann“ – Ein sehnsuchtsvoller Blick in die Zukunft, der offenlässt, ob dieses „Wir“ bereits real ist oder ein ewiges Versprechen bleibt.

Ein sehr ausdrucksstarkes Werk über die Hingabe und die schmale Linie zwischen Erfüllung und Selbstverlust.

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Avatar von Dana Stella Schuhr

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