Wir suchen die Liebe in herrlicher Pracht, die
Wunder des Lebens, von Zauber bewacht. Sie
soll uns enthüllen der Seele Gesicht, führt
uns aus dem Dunkel zum einenden Licht.
Wir sehnen uns nach der Gefühle Gewalt,
die machtvoll durchströmen die inn’re Gestalt.
Ein Sprudeln und Fließen, ein Rausch ohne Ziel,
ein Leuchten der Sinne, ein göttliches Spiel.
Man müsste nur lauschen, sich selber verstehen,
um tief in dem Andren das Fehlende zu sehen.
Was Worte oft missen, was Schweigen verbirgt,
wird durch das Empfinden erst wahrhaft erwirkt.
Die Hürden der Sprache, die Grenzen der Scheu –
die Liebe macht mutig, die Liebe macht frei. Wenn Männer und Frauen die Schranken durchbrechen,
beginnen die Seelen ganz ohne zu sprechen.
Wie rettender Regen auf staubigem Land, so löst
das Vertrauen das einstige Band. Der Zweifel er verstummt und die Angst darf endlich weichen,
wenn Herzen sich offen die Hände nun reichen.
O Worte, ihr Diener, wir lassen euch los, die
Flügel der Seele sind weit und sind groß. Wenn Herzschläge sprechen, wird Wahrheit geboren,
dann geht kein Gefühl mehr im Schweigen verloren.

Dana Stella Schuhr
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