Du nennst es Liebe? Ich nenn es Raub.
Dein Wunsch nach Besitz macht dich
taub. Ich soll nur Echo deines Willens
sein, doch dieses Herz gehört mir allein.
Ich führe die Klinge mit ruhiger Hand,
zerschneide das letzte, das giftige
Band. Das Blut, es fließt warm und
schwer, doch ich spüre den Schmerz…
schon nicht mehr. Getränkt im Rot der
verlorenen Zeit, wähl ich die Stille der
Einsamkeit. Lieber die Kälte, die mich
umfängt, als ein Leben, das fremdgelenkt.
Ich schenke dir nichts, kein zweites Mal,
ich beende die Ohnmacht, beende die
Qual. Ich bleibe allein, doch ich bleibe frei,
die Zeit der Verwundbarkeit ist nun vorbei.

Dana Stella Schuhr
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