Die 13. Rauhnacht✨

Hollanacht 🕯️💫✨

In den meisten Büchern werden nur 12 Rauhnächte gezählt und die Nacht der Wunder ist irgendwie „zusätzlich“. In unserer Tradition ist sie jedoch wichtig und gehört unbedingt dazu, also feiern wir 13 heilige Nächte. Die Hollanacht oder die Perchtnacht erinnert uns daran, dass das Jahr nicht nur durch die Sommer sondern auch durch die 13 Monde getaktet ist.

In dieser Nacht wander Frau Holle (bzw. Frau Percht) umher. Sie sieht nach ob überall alles in Ordnung ist und segnet die Häuser. Großzügige und umsichtige Menschen werden von ihr belohnt, geizige bestraft. Alles soll gerecht zugehen, gemessen,gewogen und gezählt sein.

Am Ende der Rauhnächte, am 6. Januar, wird den drei Nornen Annabel, Wilbeht und Borbeth für die gute Arbeit gedankt die sie geleistet haben. Dank ihrer Spinn- und Webkünste war das neue Jahr gesichert und die Häuser wurden gesegnet. Zum Dank und zur Wertschätzung wurden die Namen der Nornen als Segen über die Türen geschrieben.

Später hießen die drei Nornen dann Katharina, Margareth und Barbara, woraus später im Christentum die heiligen drei Könige Kaspar, Melchior und Baltasar wurden. Heute wie damals empfangen wir den Segen der Drei und schreiben ihre Initialen über unsere Türen. Mit dem ersten Licht des sechsten Tages schließt sie die Türen zwischen den Welten.

Die Rauhnächte sind dann vorüber. Das Ritual der Perchtmilch ist ein alter Brauch aus den Raunächten (besonders in der Nacht zum Dreikönigstag), bei dem eine Schale mit warmer Milch und eingeweichten Semmeln (Brot) für die mythische Frau Percht bereitgestellt wird, um Schutz, Segen und Fruchtbarkeit für das Haus und seine Bewohner (auch Tiere) für das kommende Jahr zu erbitten.

Manchmal werden auch Honig, Zucker, Zimt oder getrocknete Kräuter wie Holunderblüten hinzugefügt; ein Teil der Milch wird für die Percht übrig gelassen. Das Ritual markiert den Übergang ins neue Jahr und ist Teil älterer Fruchtbarkeits- und Schutzkulturen.

Durchführung des Rituals- Zubereitung: Altbackene Semmeln werden in Milch eingeweicht und dann mit etwas Zucker, Zimt oder Honig abgeschmeckt. Bereitstellung: Die Schale wird in der letzten Raunacht (in der Nacht zum 6. Januar) auf den Tisch gestellt oder an einen besonderen Platz im Haus.

Glaube: Es wird geglaubt, dass die Percht von dieser Milch trinkt und damit Segen bringt.

Ergänzung: Oft wird gleichzeitig das Haus mit Weihrauch oder Salbei geräuchert, um böse Geister zu vertreiben und das neue Jahr zu reinigen.

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Avatar von Dana Stella Schuhr

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