Ich bin kein Echo, keine leise Kopie,
kein „Vielleicht“ und keine bloße Strategie.
Ich komme mit Tiefe, mit Kanten und Licht,
wer nur die Hälfte will, der sieht mich nicht.
Ich bin kein Ort zum bloßen Verweilen, um
Einsamkeit flüchtig mit mir zu teilen. Ich bin
kein Hafen auf dem Weg zu den Andern,
Kein Rastplatz für jene, die innerlich wandern.
Ich brauche keinen, der mich vervollständigt,
ich bin eine Welt, die sich selbst bändigt. War
ganz ohne dich und bleibe es auch, kein
schwankendes Feuer, kein flüchtiger Rauch.
Berühre mich nur, wenn du Bleiben verstehst,
nicht, wenn du im Herzen schon wieder gehst.
Denn ich bin ein Zuhause, in dem man erwacht –
die Ruhe am Tag und die Treue der Nacht.
Ich schenke dir Wahrheit, kein bequemes
Pfand, Ehrlichkeit, fest wie gemauerte Wand.
Wer mein Leben teilt, bekommt keinen Komfort,
Er findet die Wahrheit – und darin das Tor.
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