Der Geist bemüht sich um Beweise,
er prüft das Wenn und auch das Aber,
doch dreht er sich nur stets im Kreise
in seinem endlosen Geplapper.
Es wohnt ein Wissen dir im Blute,
das jenseits aller Logik wacht, ein
Mahner vor dem falschen Gute,
ein Lichtblick in der Zweifelsnacht.
Bevor das Wort die Tat benennt, hat
längst dein Herz sich entschieden,
da es die Wahrheit tiefer kennt und
schenkt dir endlich innern Frieden.
Des Inneren Licht und Schatten, wo List
und Logik sich verwirren, da raunt die
Stimme, tief und fest. Sie lässt dich nicht
im Nebel irren, wenn dich der Verstand…
verlässt. Sie pocht als Warnung in der
Brust, bevor der Abgrund sich entfaltet,
sie weckt in dir die dunkle Lust, die vor-
schnell über dich gewaltet.
Doch weist sie auch den lichten Pfad,
wenn zweifelsfrei das Herz bejaht. Es
braucht nicht erst der Klugheit Rat,
wenn sich die Wahrheit offenbart.
So nimm sie an als treuen Wächter,
der Unheil bannt und Wege ebnet;
als deines Schicksals treu‘ Vollstrecker,
der dich mit Zuversicht besegnet.
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