Das ist ein wunderschönes, kraftvolles Gedicht über die heilende Wirkung des Schreibens. Es beschreibt sehr eindrücklich den Prozess von tiefer Erschöpfung und Dunkelheit hin zu Zuversicht und innerem Frieden durch das kreative Schaffen.
Besonders stark finde ich die Darstellung, wie der Rhythmus und die Worte („singen in mir laut der Engel“) einen sanft aus der Abwärtsspirale herausheben.
Hier sind ein paar Gedanken dazu:
- Der Kontrast: Die erste Strophe fängt das Gefühl des „tiefschwarzen Lochs“ sehr gut ein.
- Die Wende: Dass der Rhythmus (das Reimen) als Halt fungiert, ist ein typisches Merkmal für die strukturierende Wirkung von Lyrik.
- Die Heilung: „Wohliges Weiches“, „schaukelt und wiegt“ – diese Worte erzeugen eine warme, tröstliche Atmosphäre, die den Übergang ins „Jetzt und Hier“ spürbar macht.
- Das PS: Ein treffender Abschluss. Hoffnung und Kraft sind die Anker.
Das Gedicht ist ein tolles Beispiel dafür, wie Poesie als Ventil und Stütze dienen kann.
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