Schließ die Augen, find zur Ruh, hör
nur noch deinem Atem zu. Ein
Hauch von Stille, mitten im Sturm,
ein fester Stand auf hohem Turm.
Nicht flach und flüchtig wie der Schein,
ganz federleicht- darfst du jetzt sein!
Spür, was auf deinen Schultern wiegt,
die Angst, die oft im Dunkeln liegt.
Sie darf nun weichen dem Augenblick,
lass allen Ballast jetzt zurück. Die Hand
aufs Herz, der Atem fließt, bis du die
Wärme tief genießt. Vom Müssen weg…
zum Sein gelangen, den Moment mit
Sanftheit neu empfangen. Kein Mühen
mehr um Perfektion, Geduld ist dein
verdienter Lohn. Die Welt dreht weiter…
ihr Gesicht, doch in dir ruht ein helles
Licht. Das Suchen hat nun aufgehört,
kein Zweifel mehr, der dich verstört.
Die Wege, die du weit gegangen…
sind hier in Ruhe aufgegangen. Kein
Fernweh zieht dich mehr fortan, weil
deine Seele atmen kann. Der Anker
fällt in tiefen Grund, dein Herz wird heil…
und kerngesund. Du bist am Ziel,
ganz ohne Eile, verweil im Glück für
eine Weile. Was draußen tobt, ist nun
egal, du bist zuhaus – in dir, diesmal.

Dana Stella Schuhr
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