Ich bin der Dieb, der leise kommt,
der deine Kraft und Zeit geräumt.
Ein Feind, der in der Tiefe thront
und sich in deinen Zellen sonnt.

Ich bin der Nebel im Verstand,
das Zittern in der kalten Hand.
Mal bin ich Eis, mal bin ich Glut,
ich raube dir den Lebensmut.

Dein Spiegelbild wird dir so fremd,
weil meine Last dich täglich lähmt.
„Du siehst doch gut aus“, sagen sie,
doch meine Qual verstehen sie nie.

Ich bin der Kampf, den keiner sieht,
ein traurig-stilles Lebenslied. Ich
bleibe hier, ein Teil von dir, doch
trotz der Not: Du bist noch hier!

Dana Stella Schuhr

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