Wie ihr schon bereits wisst, begleiten mich seit meinem zwölften Lebensjahr Vorhersehungen. Es ist keine bloße Intuition und weit mehr als nur eine mütterliche Vorahnung – es ist auch dieses Mal eine mediale Gabe, eine klare Sicht auf Ereignisse, die sich im Außen noch gar nicht manifestiert haben. Ein Moment brannte sich dabei besonders tief in meine Seele ein: Ich war etwa 26 Jahre alt und saß ruhig im Wohnzimmer, als sich vor meinem geistigen Auge plötzlich ein erschreckendes Bild aufbaute.
Ich sah meinen zweijährigen Sohn Christopher, wie er im Schlafzimmer auf die Fensterbank kletterte und bereits im Begriff war, das Fenster zu öffnen. Ohne eine Sekunde zu zögern, sprintete ich los. Als ich die Tür zum Schlafzimmer aufriss, bot sich mir exakt das Bild meiner Vision: Mein Sohn versuchte gerade, vom Sessel auf die Fensterbank zu steigen. In letzter Sekunde konnte ich eingreifen und ihn sicher in meine Arme schließen.
Wir waren mit dem Schrecken davongekommen, doch für mich war es eine weitere Bestätigung meiner Führung. Der Sessel flog noch am selben Tag hochkant aus dem Zimmer; vor den Fenstern blieb von nun an alles leer.
Diese Gabe ist für mich kein Zufall, sondern eine immens große Verantwortung. Sie lehrt mich seit meiner Jugend, dass wir niemals wirklich allein sind und dass die geistige Welt uns Wege weist, lange bevor unsere physischen Augen die Gefahr – oder die Chance – erkennen können.
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