Mit 32 Jahren lernte ich, dass meine Gabe nicht nur ein Alarmsystem für drohende Gefahr war. Gott schenkte mir auch Einblicke in Momente voller Licht und Frieden, als wollte er mir sagen:„Vertraue, es ist alles geführt.“ Ich erhielt eine Vision, die sich so friedlich und alltäglich anfühlte, dass mein Verstand sie fast als bloßen Tagtraum abgetan hätte. Ich sah uns als Familie – meinen Mann, mich und unsere drei Kinder. Wir waren alle festlich und hell gekleidet, hielten Geschenke in den Händen und stiegen gemeinsam in einen weißen Wagen.
Das Besondere an dieser Sehung war, dass ich sie im Trubel des Alltags zunächst wieder vergaß. Ich erzählte niemandem davon, nicht einmal meinem Mann. Als er einige Zeit später einen weißen Ford Fiesta kaufte, stellte ich keine Verbindung zu meiner Vision her. Es war eine Entscheidung im Hier und Jetzt, völlig losgelöst von meinen geistigen Bildern.
Doch dann kam dieser eine 8. Juni. Es war der Geburtstag meiner Mutter. Da die Sonne so herrlich schien, entschieden wir uns ganz spontan, uns alle hell und festlich anzuziehen. Wir griffen nach den Geschenken und gingen hinaus zum Auto. In dem Moment, als wir am Wagen standen und einsteigen wollten, traf es mich wie ein Blitzschlag. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen: Das helle Licht, die Kleidung, die Geschenke, das weiße Auto – es war exakt das Bild, das ich Monate zuvor gesehen hatte.
Wir hatten auf nichts hingearbeitet. Wir hatten nichts geplant, um eine Vision zu erfüllen. Und doch hatte sich das geistige Bild in der physischen Welt manifestiert, ohne dass mein menschlicher Wille eingegriffen hätte. In diesem Augenblick begriff ich zutiefst: Meine Gabe ist kein Produkt meiner Fantasie, sondern ein stiller, wahrhaftiger Begleiter, der die Zeitlinien bereits kennt, bevor wir sie beschreiten.
Es war kein Notfall, kein Schicksalsschlag, der abgewendet werden musste. Es war eine stille, kraftvolle Bestätigung. In diesem Moment begriff ich endgültig: Meine Sehung ist real. Sie ist ein Teil meines Lebens, so beständig wie der Atem und so wahrhaftig wie die Liebe zu meiner Familie.

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Avatar von Dana Stella Schuhr

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