Ein leeres Blatt

Ich will nicht, dass du dich verlierst,
dich meinetwegen beugst. Ich
will nur, dass du Mut verspürst
und mir Vertrauen zeugst.

Besieg die Angst, die uns im Weg,
hör auf, vor ihr zu fliehen. Nimm
sie als Teil von unserem Steg,
lass deinen Kampf nun ziehen.

Denn wo die Liebe hell entbrennt,
da wirft die Furcht auch Schatten.
Doch wer nur ihre Grenzen kennt,
vergisst, was wir einst hatten.

Du verletzt mich, wenn du gehst,
ich trag nicht jene Schuld, vor
deren Geistern du nun stehst –
hab mit uns mehr Geduld.

Die alte Zeit ist längst vorbei,
was zählt, ist nur das Hier. Vom
Gestern sind wir endlich frei,
ich bin ich – und wir sind wir.

Komm, schlagen wir die Seite um,
ein Blatt, so weiß und rein. Die
alten Zweifel bleiben stumm,
wir schreiben uns dort ein.

Nur zwei Worte, Hand in Hand,
auf glattem, hellem Grund.
Ein neues, festes Liebesband:
Wir lieben – jetzt und rund.

Dana Stella Schuhr

Beitrag teilen
Avatar von Dana Stella Schuhr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert