Ich sah sie an und spürte Groll, mein
Herz war einst von Abscheu voll.
Ich nährte Lügen, warf sie hin, und
sprach: „Du hast doch keinen Sinn.“
Ich ließ es zu, dass man sie brach,
gab jedem Wort der Fremden nach.
Ich zwang sie in den fremden Krieg,
während man selbst nur schwieg …
und stieg. Ich sah sie leiden, sah sie
fliehen, sah Menschen sich von ihr
entziehen..Doch mitten im Sturm,
ganz tief im Schmerz, erwachte …
plötzlich dieses Herz. Sie stand dort
auf, ein helles Licht, trotz Angst, die
ihr das Herz fast bricht. Als Mädchen,
Mutter, Frau und Freund, hat sie…
gelitten, hat geweint. Sie trägt die
Narben, die Geschichte, sie braucht
kein Fake, keine Berichte. Mal ohne
Glanz, mal ungeschoren, hat sie sich…
selbst nun neu beschworen. Sie ist
nicht perfekt, will es nicht sein, doch
sie steht fest für das, was mein. Ein
Herz, das liebt, ganz ohne Reue…
mit gnadenloser, tiefer Treue. Sie
ist die Wandlung, Kraft und Mut,
ein Feuer, das nun endlich ruht.
Ich seh sie an, die Angst ist fort…
ich liebe sie – an jedem Ort.
Ich blicke heute in ihr Gesicht,
und sehe endlich: Diese tolle
Frau, die bin tatsächlich: Ich.

Dana Stella Schuhr
Schreibe einen Kommentar