Die Antwort der Stille

Die Nacht mag lachen, kalt und laut,
auf das, was wir uns einst vertraut.
Doch jeder Rückstau bricht sich Bahn,
verliert am Ende seinen Wahn.

Das Licht ist fern, doch nicht erloschen,
auch wenn die Tränen ungegrochen
dein Innerstes nun starr gefrieren –
man darf sich selbst nicht ganz verlieren.

Die leere Kühle war dein Los,
doch deine Liebe, die war groß.
Und wer so tief zu fühlen wagte,
auch wenn das Herz am Ende zagte,

der trägt das Feuer noch in sich, das
irgendwann das Eis zerbricht. Lass
die Geister flüstern, lass sie ziehn, du
wirst der Nacht noch mal entfliehen.

Sie brennen heiß auf meiner Zunge,
ein Schrei, der tief im Hals erstickt.
Wie Schatten hängen sie im Raume,
den Blick nach innen starr gerichtet.

Was nützt das Flehen, was das Fragen,
wenn Schweigen deine Antwort ist?
Ich muss sie nun mir selber sagen,
damit mein Herz sie endlich frisst.

Und mit dem Wind der Zeit verwehen,
was nie ein Ohr von dir erreicht. Und
Vielleicht kann ich dann endlich gehen,
und diese Last wird irgendwann ganz leicht.

Dana Stella Schuhr

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