Das Leuchten der Wahl

In der Stille webt der Sinn sein Kleid,
erst in der Ruhe reift die Zeit.
Was wir erfuhren, wird zum Sein,
es senkt sich tief ins Herz hinein.

Ein neuer Blick bricht sich die Bahn,
hell glänzt der Pfad, den wir nun ahn’.
Die Hoffnung malt den Weg uns weit,
beim Namen ruft uns die Unendlichkeit.

Die Träne fließt als reiner Quell, sie
macht die trübe Seele hell. Denn
nur wer jedes Fühlen ehrt, dem
wird der Aufbruch auch gewährt.

Vom Glauben tief im Grund bewahrt,
die Liebe rüstet uns zur Fahrt. Das
Schiff, es bricht vom Anker los, die
Sehnsucht nach der Ferne groß.

Gefühle schenken uns die Schwingen,
die uns aus engen Tälern bringen.
Wir lassen hinter uns das Grau,
den alten Gram, das Schweigen rau.

Vernunft wird uns zum sanften Licht,
das hütet, was in uns aufbricht.
So steigen wir die Stufen sacht,
weil tief im Herz die Richtung wacht.

Und fragt der Geist im fahlen Schein:
„Kann dieser Schritt denn weise sein?“
Schreibt längst das Herz das große
Glück, vom Aufblüh’n ohne Weg zurück.

Dana Stella Schuhr

Beitrag teilen
Avatar von Dana Stella Schuhr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert