( Das Echo des Schweigens )
Am Saum der Wolken, wo das Licht
erfriert,steht er, der nun die Macht
verliert,weil er sie brach. Im starren
Gold ruht nun der Vater, unbesold‘.
Kein Donner grollt, kein Urteil fällt,
er ist der Gärtner einer leeren Welt.
Im Tal der Staub, das Messer tief,
nach dem das Blut der Opfer rief.
Doch in der Luft: Ein hohler Raum, der
Götter Zorn, ein ferner Traum. Das
Blau des Himmels schweigt sich aus,
die Angst zieht aus dem Tempelhaus.
Ein Kind fragt leise in den Wind,
warum wir noch Gefesselte sind.
Der Faden riss, das Spiel ist aus,
die Stille führt uns selbst hinaus.
Kein Gott ist mehr da, kein Plan,
ist geschrieben, kein vorgegeb’ner
Pfad, wir sind nun selbst Ernte und
Saat. Die Freiheit ist uns geblieben!
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