Fünfundfünfzig Jahre, Hand in Hand,
ein unsichtbares, sehr tiefes Band.
Durch helle Tage, durch die Nacht,
habt ihr das Leben heil vollbracht.
Nun ist er fort, der Platz ist leer,
das Atmen fällt im Herzen schwer.
Doch in der Stille, spät und kühl,
erwacht ein ganz besond’res G’fühl.
Du sagst: „Ich trage diesen Schmerz,
mit weitem, liebendem Mutterherz.
Ich bin froh, dass er den Abschied
mied, und nicht an meiner Seite litt.“
Das ist die Liebe, rein und wahr,
nach all der Zeit, Jahr um Jahr.
Nicht nur Romantik, nicht nur Glück,
ein letzter Dienst, ein Blick zurück.
Zwei Seelen, die nun eins für immer sind,
getragen sanft durch Sturm und Wind.
Ein Abschied, der nach Hoffnung klingt,
weil Liebe selbst den Tod bezwingt.
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