Ihr begleitet mich nun schon durch acht Etappen meiner Reise – vom Duft des Lavendels bis zum Abschied meines Opas. Doch diese neunte Geschichte ist eine der persönlichsten, die ich bisher für mich behalten habe. Sie handelt von meinem Sohn Danny und einem inneren Film, der über 25 Jahre lang wie ein Versprechen in mir lebte.

Als Danny fünf Jahre alt war, galt er als unser geliebtes „Sorgenkind“. Er war körperlich sehr zart, Zeit verzögert entwickelt und wirkte mit sieben Jahren wie ein Vierjähriger. Er litt unter massiven Rezeptions- und Perzeptionsstörungen, was sich ausschließlich in der Motorik zeigte: Er schaffte es körperlich nicht, eine Acht zu schreiben.

Doch sein wacher Geist war seiner Entwicklung weit voraus. Sein Intellekt sagte ihm schon damals: Wenn die Motorik die Schleife der Acht nicht schafft, setze ich einfach zwei Nullen übereinander – das Ergebnis sieht genauso aus. Er wusste sich kreativ zu helfen, aber die Welt im Außen sah oft nur die Defizite.

Als Mutter liebte ich ihn über alles, doch die Sorge, wie seine Zukunft aussehen würde, war mein ständiger Begleiter. In einem Moment tiefster Verunsicherung wollte ich die Tarotkarten befragen. Doch noch bevor ich die erste Karte umdrehen konnte, schob sich ein klarer Film vor mein inneres Auge.

Die Vision, die alles veränderte: Ich sah einen jungen Mann. Er stand inmitten einer großen Menschenmenge und strahlte eine unglaublich schöne Energie und tiefen Erfolg aus. Er sah glücklich und vollkommen zufrieden aus. In diesem Augenblick durchströmte mich eine tiefe innere Ruhe. Die Karten haben dann noch einmal alles bestätigt. Da ich wusste, dass meine geistigen Bilder sich immer bewahrheiten, war die Angst schlagartig verschwunden. Ich wusste: Danny wird ankommen.

Der Widerstand im Außen: An der Gesamtschule schüttelte ein Lehrer dennoch abwertend den Kopf und fragte ihn provozierend: „Danny, was soll bloß aus dir werden?“Danny antwortete damals schon mit jener Stärke, die ich in meiner Vision bereits gesehen hatte: „Alles, was ich will!“ Der Lehrer prophezeite ihm, er würde nicht einmal den Hauptschulabschluss schaffen. Aber ich blieb gelassen – ich hatte die Wahrheit bereits gesehen. Die Bestätigung nach 25 Jahren.

Heute ist Danny 31 Jahre alt. Er hat seinen Master fast in der Tasche, arbeitet erfolgreich als Erzieher/ Sozialpädagoge und sein Weg wurde sogar in einem großen Artikel der WELT gewürdigt. All die Jahre habe ich ihm nichts von meinem „inneren Film“ erzählt. Erst vor Kurzem habe ich mein Schweigen gebrochen. Danny war tief beeindruckt – auch deshalb, weil er heute selbst spirituelle Eingebungen hat.

Diese Erfahrung ist meine neunte Geschichte für euch. Sie ist ein Beweis dafür, dass eine Sehung oft einen langen Atem braucht, um in der Realität Form anzunehmen. Es ist der letzte große Meilenstein, bevor ich mit euch zum zehnten Kapitel und damit zum Abschluss dieser Reise komme.

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Avatar von Dana Stella Schuhr

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