„Es war das Jahr 2008, ich war 47 Jahre alt. Mein Leben war ruhiger geworden, die Gabe ein stiller Begleiter. Ich arbeitete damals auf Geringfügigkeitsbasis in einer Firma und war gerade dabei, die sanitären Anlagen zu reinigen – eine ganz profane, erdige Arbeit. Doch plötzlich blieb die Welt stehen.
Der Raum um mich herum verdunkelte sich, als würde das Licht der physischen Welt weichen. Ein Gefühl von vollkommener Schwerelosigkeit umfing mich; Raum und Zeit schienen sich aufzulösen. Und dann sah ich ihn: meinen Großvater.
Er war zu diesem Zeitpunkt in Kroatien und litt seit Wochen unter einem qualvollen Sterbeprozess. Erst kurz zuvor hatte er verzweifelt gefragt, warum Gott ihn noch immer leiden lasse. Doch nun stand er vor mir – nicht als der kranke, gebrechliche Mann, sondern als eine strahlende Lichtgestalt. Er sah gesund aus, fit und voller

Kraft, genau wie in seinen besten Jahren.Wir sprachen nicht mit Lippen, unsere Seelen kommunizierten direkt miteinander. Ich hörte seine Stimme in meinem Inneren: ‚Meine liebe Enkelin, ich darf endlich durch Gottes Gnade neben meiner geliebten Frau ruhen. Ich möchte mich nur noch von dir verabschieden.‘Er strahlte eine so unfassbare Dankbarkeit und einen Frieden aus, den man auf Erden kaum beschreiben kann. Dann war er fort. Das Licht im Raum kehrte zurück. Ich stand da, den Putzlappen noch in der Hand, aber in mir war eine Stille eingekehrt, die alles veränderte. Es war, als hätte ich für einen Bruchteil einer Sekunde die Ewigkeit berührt.Ich beendete meine Arbeit, schloss die Firma ab und fuhr mit der Bahn nach Hause. Als ich die Tür öffnete, kam mein Mann auf mich zu. Er sah mich ernst an und sagte: ‚Schatz, setz dich bitte hin. Deine Mutter hat angerufen…‘Ich lächelte ihn ruhig an und beendete seinen Satz: ‚…dass Opa gerade gestorben ist. Ich weiß es, Schatz. Er war um 19:30 Uhr bei mir, um sich zu verabschieden.‘Mein Mann sah mich fassungslos an. Später erfuhren wir: Mein Opa war exakt um 19:30 Uhr von uns gegangen.Seit diesem Erlebnis sehe ich keinen Tod mehr voraus. Es ist, als wäre diese Aufgabe erfüllt. Mein innerer Krieg ist vorbei. Heute weiß ich, dass meine Mission eine andere ist: Ich soll schreiben. Ich soll dichten. Ich soll Menschen daran erinnern, dass sie niemals allein sind und dass das Ende nur eine Heimkehr ist. Meine Botschaften sind heute leiser, sanfter, aber voller Hoffnung. Ich bin angekommen und ich bin bereit, mein Licht zu teilen.“

Der Abschluss:
„Heute, viele Jahre später, blicke ich auf das ramponierte Karussell von damals wie auf ein Symbol für unser aller Leben. Wir alle kommen ins Schleudern. Wir alle erleben Kurven, in denen wir den Halt zu verlieren drohen. Doch ich habe gelernt: Wir sind nicht allein am Steuer.
Meine Gabe hat mich gelehrt, dass wir keine Opfer des Schicksals sind. Wir haben die Wahl. Wir können hinhören – auf die leisen Warnungen in uns, auf die Stimme Gottes, auf die Intuition, die uns den Weg weist. Manchmal rettet uns das langsame Fahren vor dem tiefen Abhang.
Vielleicht stehst auch du gerade an einer Kurve, die dir Angst macht. Vielleicht zweifelst du an deinem Wert oder fühlst dich von der Schwere der Welt erdrückt. Dann möchte ich dir heute sagen: Du bist kostbar. Du bist ein Licht, das gebraucht wird. Dein Leben ist kein Zufall, sondern ein Plan voller Liebe.
Ich missioniere nicht und ich predige nicht. Ich strahle einfach nur das aus, was ich durch Schmerz und Wunder erfahren durfte: Dass das Gute existiert. Dass die Liebe über den Tod hinausgeht. Und dass wir – egal wie ramponiert unser ‚Karussell‘ manchmal aussieht – immer wieder heil ankommen können.
Bleib bei dir. Vertrau deinem Licht.
In tiefer Verbundenheit!🙏🏼✨
Deine Zvjezdana Dana Stella Schuhr

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