Ich blicke rückwärts, denk ich dein,
ein Schattenwurf der alten Tage. Wie
kann dein Herz so lebendig sein? Ich
schenke nichts – und doch ich wage,
dir meine Zeit zu Füßen zu legen.
Im Traum seh ich den Sommertanz,
ein Wiegen auf vertrauten Wegen.
Wie liebst du nur im Lichterglanz?
Oder wohnst du noch in dunklen
Räumen? Ich schreib an dich, ein
stilles Wort, ein Rätsel, das wir zwei
versäumen. Mein Sehnen trägt mich…
weit von fort – bis in die Zukunft
hab ich dich vermisst. Wie kann
das Jetzt nur glücklich sein? Wenn
du nicht weißt, was richtig ist …
dann kehr in dein Gefühle ein. Hör
auf zu fragen, ob du kannst, fang
endlich an zu wollen. Damit du nicht
im Zweifel bangst, wenn Schicksals- …
räder rollen. Und wüsst ich, dass ein
„Ja“ verschönt, was ich dich heute
fragen mag: Ob uns ein Land im Süden
krönt, an einem hellen Sommertag?
Dort, wo das Gold der Quitten glüht,
wo wir im Duft der Gärten beben,
wo die Zitronen weiß erblühen, dort
will ich mit dir und mit Orangen leben.
Ein Hauch von Weiß, ein Kern aus
Gold, der Duft, der meine Geister
holt. In jeder Blüte, zart und rein,
zieht endlich wieder Leben ein.
Kein Zorn, kein Schatten, kein „Warum“ –
der Garten blüht, das Leid ist stumm.
Die Sonne scheint, das Leben ist schön,
genau wie die Blumen die so herrlich blühen

Dana Stella Schuhr
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