Manchmal trägt das Leben Wunden,
viel zu viele an der Zahl und dann
sagt man unumwunden, Du, das
Leben kann mich mal.
Manchmal trägt es aber Liebe, still
und leise, wie ein Hauch, stehen
Blumen auf der Wiese, in zartem
Nebel, eingetaucht.
Manchmal trägt das Leben Hoffnung,
und wir glauben, schreiten mit, bis
sie bricht und wieder offen ist, der
nächste, eig‘ ne Schritt.
Manchmal trägt und trägt es weiter,
denn ich sehe Dein Gesicht, auch
am Boden trägt es heiter, denn ich
liebte und liebe Dich.
Manchmal trägt das Leben Schweigen,
wenn die Welt sich leiser dreht,
doch am Ende wird sich zeigen,
dass kein Wort im Wind verweht.
Manchmal trägt das Leben Schatten,
grau wie Asche, schwer und kalt,
bis wir fast vergessen hatten,
dass die Seele wird niemals alt.
Manchmal trägt das Leben Abschied,
einen Raum, der leerer wird,
wie ein Lied, das leise verfliegt,
bis der Ton im Wind versiegt!
Schreibe einen Kommentar