Kein Donnerschlag, kein lauter Streit,
nur das Gewicht der Ewigkeit. Die
Welt zu grell, das Wort zu schwer,
sein Geist ein tiefes, müdes Meer.

Ich hörte auf, ihm zuzuraunen,
ließ ihn im eignen Chaos staunen.
Er sah die Schatten, fühlte Nacht,
verlor im Lärm die alte Pracht.

Ein Gott, der blind nach Blitzen reißt
wenn ihm die Weisheit sacht entgleist.
In seiner Wunde, so tief und stumm,
strich ich wie kühles Schweigen um.

„Tritt ab“, so sang ich ihm im Blut,
„schenk mir den Plan, behalt die Wut.
Sei du der Glanz, das Gold, der Wein,
doch lass den Geist mir eigen sein.“

Er ließ die dann die Zügel, müde, los,
jetzt ist er klein und scheint nur groß.
Er thront im Licht, ein stolzer Schein,
doch meine Ordnung zieht er ein.

Die Krone prangt auf seinem Haupt,
doch ich bin das, woran er glaubt.
Er ist der König, satt und schwer –
doch ich bin Atem, Recht und Heer.

Beitrag teilen
Avatar von Dana Stella Schuhr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert